Warum die Keuchhusten-Epidemie in Neuseeland das Leben von Säuglingen bedroht und wie man seine Kinder schützt

эпидемия коклюша в Новой Зеландии

Pertussis-Epidemie in Neuseeland: Wichtige Details

In Neuseeland wurde eine Pertussis-Epidemie (Keuchhusten) ausgerufen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, da diese Krankheit lebensbedrohlich für sie sein kann. Besonders betroffen sind Kinder, die entweder nicht rechtzeitig geimpft wurden oder zu jung für eine Impfung sind.


Aktuelle Zahlen zur Erkrankung

Laut den Gesundheitsbehörden von Neuseeland wurden in den letzten vier Wochen 263 Pertussis-Fälle registriert – die höchste Zahl in 2024. Auch in den Monaten Mai, Juni und Juli gab es bereits Ausbrüche. Diese Zunahme der Fälle könnte auch mit den während der COVID-19-Pandemie geringeren Infektionszahlen zusammenhängen.


Risiken für Säuglinge: Besondere Gefahr

„Unsere größte Sorge betrifft Säuglinge, die entweder nicht geimpft werden können oder deren Impfung verzögert wurde“, erklärte Dr. Nicholas Jones. Um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden, ist es entscheidend, Säuglinge rechtzeitig zu impfen und auch während der Schwangerschaft eine Immunisierung vorzunehmen. Dies reduziert das Risiko schwerer Verläufe und verhindert tödliche Fälle.


Rolle der Impfung bei der Prävention

Dr. Jones betont, dass auch in Ländern mit hohem Impfungsniveau immer noch Keuchhusten-Epidemien auftreten. Durch Impfungen während der Schwangerschaft und rechtzeitige Impfungen bei Kleinkindern lässt sich die Zahl der Erkrankungen jedoch erheblich senken. Diese Maßnahmen sind daher von größter Bedeutung.


Nationale Bereitschaft zur Bekämpfung der Epidemie

Die nationale Gesundheitsbehörde von Neuseeland ist gut vorbereitet, um auf die Epidemie zu reagieren. Ein nationaler Einsatzstab wurde eingerichtet, um koordinierte Gesundheitsmaßnahmen zu ergreifen. „Der letzte große Keuchhusten-Ausbruch war 2017, aber solche Epidemien können Monate oder sogar Jahre andauern“, erklärte Dr. Susan Jack.


Keuchhusten und seine Folgen

Keuchhusten stellt eine besondere Gefahr für Neugeborene und ältere Menschen dar. Im vergangenen Jahr starben drei Säuglinge an Keuchhusten, und die Behörden arbeiten intensiv daran, weitere Tragödien zu verhindern. Rund 50 % der Säuglinge, die an Keuchhusten erkranken, müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Leider können ein oder zwei von 100 hospitalisierten Säuglingen an Keuchhusten sterben.


Impfung: Die Wichtigkeit der Prävention durch Impfungen

Wie Dr. Jack betonte, ist die beste Möglichkeit, Säuglinge zu schützen, die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft. Diese Impfung ist sicher, kostenlos und schützt das Kind am besten, wenn sie ab der 16. Schwangerschaftswoche erfolgt. Diese Maßnahme sollte bei jeder Schwangerschaft Standard sein, um den bestmöglichen Schutz für jedes Kind zu gewährleisten.


Wann sollte man medizinische Hilfe suchen?

Keuchhusten verursacht ernsthafte Atemprobleme, und die Symptome können Wochen oder Monate anhalten. Daher wird er auch als „100-Tage-Husten“ bezeichnet. Besonders an den frühen Stadien der Krankheit sind die Betroffenen am ansteckendsten. Erste Symptome sind:

  • verstopfte Nase
  • Niesen
  • leichtes Fieber
  • Husten

Nach einer Woche werden die Symptome schwerer und beinhalten:

  • unkontrollierbare Hustenanfälle
  • Husten, der Erbrechen verursacht
  • dicke Schleimansammlungen, die zu Ersticken führen können

Während eines Hustenanfalls können Säuglinge ersticken oder für kurze Zeit die Atmung einstellen, was zu einer Blaufärbung der Haut führen kann.